Casa Vicens , Carrer de les Carolines 20, 08012 Barcelona

Die Casa Vicens (spanisch und katalanisch für Haus Vicens) in Barcelona ist ein kaum bekanntes[1] Werk des katalanischen Architekten Antoni Gaudí. Das Wohnhaus entstand in den Jahren 1883 bis 1885 als Auftragsarbeit für Manuel Vicens i Montaner, einen vermögenden Börsenmakler, in der Straße Carrer de les Carolines 18–24 im Stadtteil Gràcia. Das Gebäude war zusammen mit der zeitgleich entstandenen Villa Quijano die erste große selbständige Arbeit Gaudís. An ihr zeigen sich bereits einige Grundelemente seines Stils wie die Verwendung naturalistischer Ornamentik, von Keramik und vielen Farben. Das Gebäude ist vom Mudéjar-Stil inspiriert, einer Mischform spanischer und arabischer Elemente aus der Zeit nach der Reconquista. Deutlich wird dies etwa an mehreren kleinen Türmchen und an der feingliedrigen Fassade der Obergeschosse. Sehenswert ist außerdem der schmiede- und gusseiserne Zaun, der das Motiv eines Palmblattes zeigt und an die Palmen erinnert, die für den Bau des Hauses weichen mussten. Einige Innenräume bestechen durch tropfsteinhöhlenartige Gewölbe, am prägnantesten im Raucherzimmer. Verzierungen wie aufgemalte Vögel an Wänden und Türpfosten oder floreale Muster an den Decken sind typische Gestaltungsmerkmale. Das Gebäude stand ursprünglich direkt an der Mauer eines benachbarten Klosters. Nach Absiedelung dieses Konvents erwarben die damaligen Eigentümer einen Teil des Nachbargrundstücks und wollten Gaudí 1925 mit einer Erweiterung des Gebäudes beauftragen. Dieser lehnte jedoch ab und so wurden Haus und Garten vom Architekten Joan Baptista Serra de Martínez um das Doppelte erweitert.[1] Serra de Martínez übernahm den Stil des vorhandenen Hauses und ließ sich seine Pläne auch von Gaudí genehmigen (im Bild ist der vordere Teil des Gebäudes hinter dem Gartenzaun Gaudís Original; der hintere, direkt an der Straße gelegene Teil ab dem Vorsprung ist hingegen die Erweiterung von Serra de Martínez). Wegen einer Straßenverbreiterung mussten kurz darauf, wieder durch Serra de Martínez, auch die Lage des Zauns und die Eingangssituation geändert werden. Ein Großteil des Gartens mit Gaudís monumentalem Brunnen sowie einem von Serra errichteten Pavillongingen 1946 durch Grundstücksverkäufe und anschließende Wohnhaus-Verbauung verloren. Ein Teil des dabei demontierten Gartenzauns mit den Palmblättern wurde für das Eingangstor des Parc Güell verwendet, ein weiterer Teil befindet sich heute im Casa-Museu Gaudí. 1928 erhielt Serra de Martínez für die Erweiterung des Hauses den jährlich vergebenen Preis der Stadtregierung für das beste Haus. 2005 wurde Casa Vicens zusammen mit anderen Werken Gaudís in die Liste des UNESCO-Welterbesaufgenommen. Das Haus befand sich lange in Privatbesitz und war deshalb nur von außen zu betrachten. 2014 wurde es vom Kreditinstitut „MoraBanc“ aus Andorra gekauft und restauriert. Am 16. November 2017 wurde es der Öffentlichkeit als Wohnhaus-Museum zugänglich gemacht und kann seitdem besichtigt werden. Quelle: Wikipedia

Sagrada Familia, Carrer de Mallorca 401, 08013 Barcelona, Spanien

Die Sagrada Família

(vollständige katalanischeBezeichnung: Basílica i Temple Expiatori de la Sagrada Família katal. [səˈɣɾaðə fəˈmiɫiə]; deutsch Basilika und Sühnetempel der Heiligen Familie) ist eine römisch-katholische Basilika in Barcelona. Der Bau der von Antoni Gaudí im Stil des Modernisme entworfenen Kirche ist unvollendet. Er wurde 1882 begonnen und soll 2026 zum 100. Todestag von Gaudí fertiggestellt werden.

Die UNESCO nahm 2005 die Geburtsfassade, die Apsisfassade und die Krypta der Sagrada Família als Erweiterung des Weltkulturerbedenkmals Werke von Antoni Gaudí in ihre Liste des Weltkulturerbes auf. Am 7. November 2010 weihte Papst Benedikt XVI. die Kirche und erhob sie zugleich zu einer Basilica minor. Der Sakralbau steht nördlich der Altstadt im Stadtteil Eixample.

Vorgeschichte

Die Idee für den Bau zu Ehren der Heiligen Familie in Barcelona kam zuerst von Josep Maria Bocabella, einem ortsansässigen Besitzer einer religiösen Buchhandlung und Verfasser christlicher Schriften. 1866 gründete er die Associación Espiritual de Devotos de San José („Geistlicher Verein der Verehrer des Hl. Josef“). Zurückgekehrt von einer Italienreise und beeindruckt von den dortigen großen Kirchen beschloss er 1874, in seiner Stadt eine große, durch Spenden finanzierte Sühnekirche erbauen zu lassen. Aufgrund großzügiger Zuwendungen konnte der dafür gegründete Verein 1881 den Bauplatz der heutigen Kirche erwerben, eine Parzelle im Umfang eines ganzen Häuserblocks mit 12.800 m² Grundfläche im damals noch unbebauten Stadtteil Eixample. Der Architekt der DiözeseFrancisco de Paula del Villar y Lozano, stellte sich als Planer zur Verfügung.

1882 bis 1893

Del Villar verwarf Bocabellas Idee, eine Replik der Basilika von Loreto, die in Italien steht, zu errichten, und entwarf eine schlichte dreischiffige Kirche ohne Besonderheiten, dem Geschmack der Zeit entsprechend im neuromanisch-neugotischen Stil mit einem mächtigen niedrigen Vierungsturm und einem schlanken Fassadenturm.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 19. März 1882, dem Gedenktag des heiligen Josef. Antoni Gaudí war bei der Grundsteinlegung anwesend. Er hatte als Student in del Villars Büro gearbeitet und war zum Zeitpunkt der Grundsteinlegung Mitarbeiter im Büro von Joan Martorell, das bei dem Projekt als Statikermitwirkte. Ein Jahr nach dem Baubeginn kam es zum Zerwürfnis zwischen der Bauleitung und del Villar, sodass dieser zurücktrat. Das Projekt wurde Martorell angetragen, der ablehnte, da er am Zerwürfnis beteiligt gewesen war, und schlug stattdessen seinen Mitarbeiter Gaudí vor.

Gaudí baute die begonnene Krypta im Wesentlichen nach del Villars Plänen fertig, wobei die Gewölbe auf eine Überarbeitung Gaudís zurückzuführen sind. Mitte der 1880er-Jahre konnten erste Gottesdienste darin gefeiert werden und 1889 war die Krypta vollendet.[1] Gleichzeitig zum Bau der Krypta begann Gaudí, die Pläne für die Kirche grundlegend umzugestalten. Dazu legte er 1885 ein neues Gesamtkonzept mit gotischer Formensprache vor, in dem 18 Türme erkennbar sind, wenn auch im kleineren Maßstab als beim jetzigen Projekt. Die 1893 fertiggestellte Außenwand der Apsis weist von der Bauhöhe über del Villars Projekt hinaus. Sie enthält neugotische Elemente, zeigt aber im eigenwilligen Umgang mit den gotischen Formen, den naturalistischen Wasserspeiern und den Fialenspitzen Gaudís Handschrift.

1894 bis 1926

Kurz vor Beginn der Arbeiten an der Geburtsfassade sahen sich Bocabella und Gaudí durch eine große anonyme Spende in der Lage, die Pläne für die Kirche zu erweitern. Gaudí entwickelte daraufhin das Grundkonzept einer 18-türmigen und 5-schiffigen Basilika. Mit den Fundamentarbeiten für die viertürmige Fassade begann 1894 die Umsetzung des neuen Projekts.

Das Grundkonzept der Kirche wurde ab diesem Zeitpunkt beibehalten. Die Architektursprache erfuhr aber im Laufe der Zeit mehrere Veränderungen. Sämtliche Entwicklungsschritte, vom eigenwillig interpretierten gotischen und barocken Historismusüber einen überschwänglichen katalanischen Modernisme bis hin zu Gaudís abstrakt-expressionistischem Spätstil, korrespondieren mit den Entwurfslösungen für die Kirche. So entstand der Plan für ein Bauwerk, dessen Grundriss, Raumaufteilung und Linienführung zwar auf die Gotik anspielen, aber darüber hinausgeht. Mit den erweiterten Plänen zeichnete sich ab, dass nicht mit einer baldigen Fertigstellung zu rechnen war: Gaudí sollte 43 Jahre an der Kirche arbeiten, die letzten 15 Jahre ausschließlich.

Auf die Unmöglichkeit einer baldigen Fertigstellung angesprochen, antwortete Gaudí:

„Mein Kunde hat keine Eile.“

Damit spielte er vor allem auf Gott, aber auch auf die Baudirektion an.

Von den drei Fassaden fing Gaudí mit der Arbeit an der nach Nordosten ausgerichteten Geburtsfassade an. Vor seinem Tod 1926 konnte nur ein Turm dieser Fassade (dem Hl. Barnabas gewidmet) vollendet werden. Der Architekt hatte die Türme zuerst eckig bauen lassen, änderte dann den Plan und ließ die eckige Form mit kleinen Balkonen enden. In der oberen Hälfte wurden die Türme in runder Form weitergebaut. Das eckige untere Stück versteckte Gaudí hinter vier 14 Meter hohen Apostelstatuen.

1926 bis heute

Gaudí starb 1926 nach einem Straßenbahnunfall. Danach wurden die Bauarbeiten immer wieder unterbrochen, doch 1935 konnten die Arbeiten an der „Geburtsfassade“ abgeschlossen werden.

Als der spanische Bürgerkrieg ausbrach, brannten antiklerikale Gruppen einen Teil der Geburtsfassade nieder und zerstörten Teile der Krypta. Sie töteten den geistlichen Leiter der Sagrada Família, der mit Gaudí befreundet gewesen war und unterhalb dessen Ateliers wohnte. Dort befanden sich die ursprünglichen Baupläne, die Gipsmodelle und die Zeichnungen des Architekten. Vieles ging damals verloren und die Gipsmodelle wurden schwer beschädigt. Daraufhin nahm die katalanische Landesregierung die Entwürfe an sich, um sie sicher zu verwahren. Nach Kriegsende fanden sich Architekten und Mitarbeiter zusammen, die in jungen Jahren mit Gaudí zusammen gearbeitet hatten und halfen mit, die Modelle aus den übergebliebenen Trümmern und den erhaltenen Fotos zu rekonstruieren. Die Verwendung von Regelflächen in den Entwürfen erwies sich dabei als Glücksfall, da schon aus einem kleinen Bruchstück einer Regelfläche die gesamte Fläche mathematisch rekonstruiert werden konnte.[2] Ab 1950 konnte der Bau fortgesetzt werden. Die späteren Architekten Francesc QuintanaIsidre Puig Boada und Lluís Gariversuchten anhand der rekonstruierten Modelle und mündlich überlieferter Gedanken, Gaudís Ideen bestmöglich umzusetzen. 1976 wurden die vier Aposteltürme über der „Passionsfassade“ vollendet.

Ein zentrales Ereignis war die Weihe der Kirche durch Papst Benedikt XVI. am 7. November 2010 nach Fertigstellung des Innenraums. Bei der Weihe erhob der Papst die Kirche in den Rang einer päpstlichen Basilica minor. Vom Außenbau sind acht der 18 Türme der Kirche fertiggestellt. Es handelt sich um je vier Aposteltürme über den zwei fertigen Fassaden. Vollenden will man die Basilika bis 2026, dem hundertsten Todesjahr Gaudís. Dann hätte der Bau insgesamt 144 Jahre gedauert. Ob dies zu erreichen ist, hängt aber vor allem von den eingehenden finanziellen Mitteln ab.

Erst 2016 fiel auf, dass es für den Bau keine Baugenehmigung gab. Diese wurde im Juni 2019 für sieben Jahre erteilt, damit der Bau zum 100. Todestag Gaudís vollendet werden kann. Neben der Zahlung von 4,6 Millionen Euro für die Genehmigung wurde vereinbart, dass die Baugesellschaft 36 Millionen Euro zahlen muss, um laut dpa „die negativen Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Nachbarschaft zu mildern“.[4] Gemeint ist damit der „Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes rund um das Gotteshaus“ sowie „die Sanierung der Nebenstraßen“.[3]

Widerstand

Immer wieder regte sich Protest gegen bestimmte Einzelheiten am Bau. So kam beispielsweise 1893 Kritik auf, als Gaudí entschied, als erste Fassade die Geburtsfassade zu gestalten. Die Stadtverwaltung kritisierte dies, da genau das gegenüberliegende Ende des Querhauses eher zur Stadt zeige und deshalb, aufgrund der Publikumswirksamkeit, vordringlich die dortige Passionsfassade errichtet werden müsse.

Ende 1964 organisierte der Barceloner Architekt, Stadtplaner und spätere „einflussreiche Stadtbaurat“[5] Oriol Bohigas (* 1925) eine Unterschriftenaktion mit dem Ziel, den Bau zu stoppen.[6] Es unterschrieben vor allem die Vertreter des architektonischen Modernismus‘ wie Le Corbusier und Walter Gropius. Die Tageszeitung La Vanguardia in Barcelona war dazu bereit, Anfang 1965 einen offenen Brief zu veröffentlichen.[7]Bohigas und La Vanguardia sind bis heute ihrer Gegnerschaft zur Sagrada Família treu geblieben.[8]

In einem weiteren Anlauf forderte 2008 eine Gruppe von rund 400 Personen – Architekten (darunter Bohigas), Schauspieler, Regisseure und Galerien-Besitzer – den Baustopp und kritisierte die Vermarktung zu touristischen Zwecken.[9] Der Unterschriften-Aufruf[10] wurde auf der Internetseite der FAD (Foment de les Arts i del Disseny = Förderung von Kunst und Design) veröffentlicht mit anfangs rund 100 Unterzeichnern.[11]

Finanzierung

Finanziert werden die Bauarbeiten noch immer, wie von Josep Maria Bocabella ursprünglich vorgesehen, mit Spenden von Stiftungen und Eintrittsgeldern. Jährlich stehen für den Bau etwa 22 Millionen Euro zur Verfügung, 2009 waren es 18 Millionen Euro. Die meisten Spenden kommen aus katholischen Kreisen und von Japanern.[6] 2019 wurden für die Vollendung der Kirche bis 2026 noch weitere 374 Millionen Euro veranschlagt.[4]

Quelle: Wikipedia

Palau Güell, Carrer Nou de la Rambla, 3-5, 08001, Barcelona, Spanien

Das Palau Güell

Palau Güell (katalanisch für Güell-PalastspanischPalacio Güell) ist ein Stadtpalais im Stil des Modernisme in der Altstadt von Barcelona und eines der ersten großen Werke des Architekten Antoni Gaudí. Es befindet sich im Stadtteil El Raval in der Straße Nou de la Rambla 3 bis 5.

 

Geschichte und Bedeutung 

Das von Gaudí für seinen Gönner Eusebi Güell entworfene Stadthaus wurde zwischen 1886 und 1890 erbaut. An ihm zeigt sich erstmals die Verbindung von dekorativen und Strukturelementen, die ein charakteristisches Merkmal der wichtigsten späteren Werke Gaudís darstellen. Er nutzte die verschiedenen dekorativen Möglichkeiten der eisernen Trägerelemente. Weiterhin nutzte er extrem flache byzantinische Ziegelgewölbe. Auffällig an der Vorderfront sind die beiden großen Tore (siehe Bild), durch die man mit Pferdefuhrwerken einfahren konnte, um in die unteren Pferdeställe und Vorratsräume zu gelangen, während Gäste über Treppen in die oberen Stockwerke gelangen konnten.

Bei diesem frühen Werk von Gaudí sind deutlich seine Anstrengungen zu bemerken, den Historismus zu überwinden und zu einer neuen Formensprache zu finden. Während die Fassade in Teilen an einen venezianischen Palast erinnert (als Erinnerung daran, dass Güells Mutter aus Italien stammt), beherbergt das Innere des Palau Güell eine reiche Ausstattung von kunsthandwerklichen Arbeiten, Intarsien, speziell entworfenen Möbelstücken und Dekorationen. Die Möbelstücke sind alle von Gaudí selbst entworfen worden und beeindrucken nicht nur durch ihre Formgebung, sondern auch durch ihren Stil, da sich hier Modernisme mit klassischen Elementen vereint. Beeindruckend sind besonders die aufwändigen Gewölbe und Decken. Auf dem Dach sind bereits die verspielten Figuren und Formen zu finden (in Form der Abdeckungen von den Schornsteinen und Ventilationstürmen), wie man sie etwa vom Park Güell her kennt. Insgesamt hinterlässt das Bauwerk einen gediegenen und majestätischen Eindruck – eine Wirkung, die Gaudí als Hommage an seinen Auftraggeber bewusst anstrebte.

Das Portal

Vorne zwischen den Pforten befindet sich ein schmiedeeisernes Werk, das die katalanische Flagge darstellt. Darüber befindet sich der Phönix als Zeichen der Renaixença sowie als Wächter des Eingangs. Beides zeigt, dass sowohl der Auftraggeber wie auch der Architekt sehr patriotisch waren. Auf den Toren stehen die Initialen E und G für Eusebi Güell.

Der Palau Güell wurde 1984 zusammen mit anderen Werken Gaudís in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

In den Jahren 2002 bis 2011 wurde der Palau Güell umfassend restauriert und ist seither wieder für die Besichtigung geöffnet.

Ein Palast mitten im Armenviertel

Der extrem reiche Bauherr Eusebi Güell wählte für sein Stadtpalais einen ungewöhnlichen Ort, denn es liegt inmitten des Armenviertels El Raval. Besonders die Calle del Conde del Asalto (damaliger spanischer Straßenname der heutigen Carrer Nou de la Rambla) war berüchtigt wegen ihrer zahlreichen Spielhallen, Kneipen, Bordelle und Strip-Klubs. Doch Güells Eltern lebten nur wenige Meter Luftlinie entfernt in einem Haus direkt an den Ramblas und Güell legte wert darauf, so dicht wie möglich bei ihnen zu wohnen. Gaudí baute einen oberirdischen Tunnel, der die Rückseite des Palau quer über den Innenhof mit der Rückseite des Elternhauses verbindet, so dass sich die Familienmitglieder ohne jeden Kontakt zu den Nachbarn gegenseitig besuchen konnten. Die Fassade des Erdgeschosses an der Straßenseite wirkt durch die riesigen schmiedeeisernen Gitter abweisend und wehrhaft. Gaudí gestaltete das Erdgeschoss so, dass man durch die großen Tore mit der Kutsche bis ins Gebäude hineinfahren kann und nicht vor dem Haus ein- oder aussteigen muss. Auch so blieb den reichen Bewohnern der Kontakt zu ihren armen Nachbarn weitestgehend erspart.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Palau_G%C3%BCell