Am Brigittenauer Sporn 7, 1200 Wien Brigittenau

Wehr- und Schleusenanlage in Nußdorf 

Die Wehr- und Schleusenanlage beim Wiener Stadtteil Nussdorf ist eine wasserbaulicheEinrichtung an jener Stelle, wo der Donaukanal von der Donau abzweigt. Sie wurde aufgrund des vom Reichsrat erlassenen Gesetzes vom 18. Juli 1892, betreffend die Ausführung öffentlicher Verkehrsanlagen in Wien erbaut.

Das Gesetz regelte die Finanzierung des Baues der Wiener Stadtbahn, der Umwandlung des Donaukanals in einen Handels- und Winterhafen, der Regulierung des Wienflusses und des Baues von Sammelkanälen entlang der beiden Flüsse. Es folgte politischen Vereinbarungen zwischen der cisleithanischen Regierung, dem Kronland Österreich unter der Enns und der Wiener Stadtverwaltung.[1]

Seit 2005 wird die Wehr zur Energiegewinnung mittels eines Kleinkraftwerks genutzt und seit April 2017 können Fische mittels einer Fischtreppe die Wehr überwinden. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nussdorfer_Wehr-_und_Schleusenanlage

Köstlergasse 3, 6. Bezirk Wien Mariahilf

Die Köstlergasse 3, 

Von Otto Wagner errichtetes Wohnhaus im Jugendstil. Hier lebte er selbst eine Zeit lang. Und hier befand sich auch seine legendäre und heute verschollene „gläserne Badewanne“.

U-Bahn-Station Margaretengürtel, 5. Bezirk: Wien Margareten

U-Bahn-Station Margaretengürtel

Die unterirdische Station Margaretengürtel der Wiener U-Bahnlinie U4 befindet sich im 5. Wiener Gemeindebezirk Margareten. Namensgeber ist jener Abschnitt des Wiener Gürtels, der nach dem 5. Wiener Gemeindebezirk benannt ist. Die Station liegt im Einschnitt parallel zum Wienfluss und erstreckt sich von der Mittellinie zwischen Margareten- und Gaudenzdorfer Gürtel bis zur Wackenroderbrücke zwischen 5. und 6. Bezirk.

Die Station wurde ab 1894 erbaut und 1899 zum ersten Mal im Rahmen der Wiener Dampfstadtbahn eröffnet. 1918 wurde sie geschlossen und 1925 als Station der fortan hier verkehrenden Linie GD Wiener Elektrischen Stadtbahn wiedereröffnet. Oberirdisch wurde die Station Margaretengürtel außerdem zwischen 1925 und 1945 zusätzlich von der kombinierten Straßen- und Stadtbahnlinie 18G bedient, die wiederum Direktverbindungen zu den Stationen der Stadtbahn-Gürtellinie bot.

In den 1970er Jahren erfolgte der Umbau für die Erfordernisse des heutigen U-Bahnbetriebes. Dabei wurde vor allem der Bahnsteigbereich nach dem Konzept der Architektengruppe U-Bahn mit modernen Paneelsystemen und der U4-Signalfarbe Grün umgestaltet. Am 27. Oktober 1980 erreichte der erste fahrplanmäßige Zug der U4 die Station Margaretengürtel.[1] Ausgänge führen durch ein im Otto-Wagner-Stil erhaltenes Aufnahmegebäude auf einen Vorplatz zwischen Margareten- und Gaudenzdorfer Gürtel. Hier besteht die Möglichkeit, zu den Straßenbahnlinien 6 in Richtung Zentralfriedhofund 18 in Richtung Schlachthausgasse umzusteigen. Ein weiterer Ausgang führt zur Rechten Wienzeile bzw. in die Morizgasse im 6. Bezirk. Dort befindet sich auch ein barrierefreier Zugang zur Station.[2]

In der Nachbarschaft befinden sich der 2005 umbenannte Bruno-Kreisky-Park und die Berufsschule Mollardgasse.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahn-Station_Margareteng%C3%BCrtel

Haltestelle Wien Gersthof, 18. Bezirk Wien Währing

Die Station Gersthof wurde 1898 im Zuge der Eröffnung der Vorortelinie der vom Architekten Otto Wagner entworfenen Wiener Stadtbahn ihrer Bestimmung übergeben. Nach Ende des Ersten Weltkrieges musste 1918 der Betrieb wegen Kohlemangel reduziert werden. In den 1920er-Jahren wurden die Wiental-, Donaukanal- und Gürtellinie der Stadtbahn von der Stadt Wien übernommen, nicht jedoch die Vorortelinie, welche bei den Bundesbahnen verblieb. Der reguläre Personenverkehr wurde 1932 eingestellt. In den folgenden Jahren gab es nur noch sporadischen Personenverkehr, die Strecke wurde hauptsächlich für den Güterverkehr genützt. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Station durch Bombentreffer schwer in Mitleidenschaft gezogen. Als man sich in den 1980er-Jahren schließlich auf eine Reaktivierung der Vorortelinie einigte, musste die gesamte Ostfassade der Station abgetragen und komplett neu aufgebaut werden. Das Stationsgebäude und die Bahnsteige sind heute weitgehend in der Originalarchitektur Otto Wagners erhalten und stehen unter Denkmalschutz. Am 31. Mai 1987 wurde die renovierte Vorortelinie wiedereröffnet und als Linie S45 in das Netz der Wiener S-Bahn integriert.

Bis Juni 2016 wurde die Haltestelle unter laufendem Betrieb generalsaniert. Die Arbeiten umfassten unter anderem die Instandsetzung der Außenfassaden und Innenräume, sowie die Erneuerung der Beleuchtung und des Wegeleitsystems. Um die barrierefreie Erreichbarkeit zu verbessern, wurden Teile der historischen Zugangstüren automatisiert und die beiden Aufzugsanlagen erneuert.[2]

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Haltestelle_Wien_Gersthof

U-Bahn-Station Roßauer Lände, 9. Bezirk Wien Alsergrund

U-Bahn-Station Roßauer Lände,

Die Station Roßauer Lände der Wiener U – Bahn U4 befindet sich im 9. Wiener Gemeindebezirk, Alsergrund. Der Name entspricht der Straße Rossauer Lände, die nach dem historischen BezirksteilRossau  benannt ist.

Die Station verfügt über zwei Seitenbahnsteige, befindet sich in der Galeriestrecke parallel zum Donaukanal und erstreckt sich zwischen der Mosergasse und etwa dem Siemens Nixdorf Steg

Erstmals wurde die Station, wie die ganze Donaukanallinie der von Otto Wagner gestalteten Wiener Dampfstadtbahn, im Jahr 1901 eröffnet und 1925 nach fast acht Jahren Betriebspause für die neue Wiener Elektrische Stadtbahn wiedereröffnet.[2] Sie entspricht dem Typ der Tiefbahnstation, wie Wagner sie entwickelte, der ästhetisch etwas moderner ist als der der Hochbahnstationen.

Nach 1918 fand dampfbetriebener Stadtbahnverkehr wegen Kohlenmangels nur mehr sporadisch statt. 1923 pachtete die Stadt Wien die Stadtbahn (ausgenommen die Vorortelinie) vom Staat, elektrifizierte die Strecken und eröffnete sie 1925 als Wiener elektrische Stadtbahn wieder. Die Station Roßauer Lände wurde nun von den Stadtbahnlinien WD, DW, GD und DG bedient. In den 1970er Jahren erfolgte der Umbau der Donaukanallinie für den U-Bahn-Betrieb der heutigen Linie U4 in Etappen von der nördlichen Endstation Heiligenstadt aus. 1978 wurde die Station als U-Bahn-Station in Betrieb genommen.

Am Ausgang Grünentorgasse ist noch ein Aufnahmsgebäude im Otto-Wagner-Stil erhalten, das vom Bahnsteigbereich nur per feste Stiege zu erreichen ist. Die Station verfügt über zwei andere, barrierefrei zu erreichende Zugänge. Einer davon liegt am nördlichen Ende der Bahnsteige und führt per Aufzug in Richtung Seegasse. Er wurde in den 2000er Jahren völlig neu gestaltet. Der zweite Ausgang führt vom Seitenbahnsteig in Fahrtrichtung Heiligenstadt auf den Spazierweg entlang des Donaukanals und ist ebenerdig erreichbar. Dieser Zugang wurde zu Beginn der 2000er Jahre nachträglich eingebaut.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahn-Station_Ro%C3%9Fauer_L%C3%A4nde

Stubenring 5, 1. Bezirk: Wien Innere Stadt

Österreichisches Museum für angewandte Kunst und Gegenwartskunst

Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst (1Stubenring 5, Weiskirchnerstraße 1; Zubau 1, Weiskirchnerstraße 3; ursprünglich Österreichisches Museum für Kunst und Industrie). Es wurde auf Initiative von Rudolf Eitelberger begründet und am 12. Mai 1864 in den Räumen des früheren Ballhauses, in dem 2.000 kunstgewerbliche Leihgaben präsentiert wurden, eröffnet. Am 4. November 1871 übersiedelte das Museum in das 1866-1871 von Heinrich Ferstel im Stil der florentinischen Renaissance in Rohziegelbauweise errichtete Gebäude am Stubenring (mit gewaltigem glasgedeckten Arkadenhof [32 Monolithsäulen]), dessen Zubau in der Weiskirchnerstraße (mit glasgedecktem Ausstellungssaal im Hochparterre) 1906-1908 Ludwig Baumann auf einem durch die Wienflussregulierung gewonnenen Terrain errichtet. Die Sgraffiti der Friese des Hauptgebäudes schuf Karl Schönbrunner nach Zeichnungen von Ferdinand Laufberger beziehungsweise (im Mittelrisalit) Karl Karger, Majolikamedaillons mit Porträts berühmter Künstler Otto König und Reliefs Franz Melnitzky. Über die Haupttreppe spannt sich ein Spiegelgewölbe mit einem Fresko von Laufberger. Das Museum ist mit dem Gebäude der Kunstgewerbeschule (Universität für angewandte Kunst), das Ferstel 1875-1877 erbaute, durch einen Verbindungsbau (mit dem Minervabrunnen) verbunden. An der Weiskirchnerstraße Gedenktafel zur Erinnerung an die am 12. August 1461 bei der erfolgreichen Abwehr des Angriffs Albrechts VI. auf die Stadt gefallenen Wiener Bürger und an die der Stadt aus diesem Anlass von Friedrich III. am 26. September 1461 verliehenen „Wappenbesserung“ (goldener Doppeladler auf schwarzem Grund; Stadtwappen).

Quelle: https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=%C3%96sterreichisches_Museum_f%C3%BCr_angewandte_Kunst_und_Gegenwartskunst

Andreasgasse 7, 7. Bezirk Wien Neubau

Hofmobiliendepot

Weltweit einzigartiges MöbelmuseumUrsprünglich war das Hofmobiliendepot das Möbellager der Habsburger. Heute stellt es mit 165.000 Objekten eine der größten Möbelsammlungen der Welt dar. Gezeigt wird Möbelkultur aus über drei Jahrhunderten. Der Bogen wird von der Präsentation kaiserlichen Mobiliars über verschiedenste Einrichtungsstile wie Biedermeier, Historismus und Wiener Moderne bis zu zeitgenössischem Möbeldesign gespannt. Wechselnde Sonderausstellungen widmen sich insbesondere dem Architektur-, Design- und Möbelschaffen des 20. Jahrhunderts.

Quelle: http://www.hofmobiliendepot.at/

U-Bahn-Station Alser Straße, 9. Bezirk Wien Alsergrund

U-Bahn-Station Alser Straße

Die Station Alser Straße ist eine oberirdische Station der Wiener U-Bahn-Linie U6 im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund. Namensgeber ist die nach dem im 19. Jahrhundert eingemauerten Wienerwaldbach Als benannte Alser Straße. Die Hochstation erstreckt sich entlang des Hernalser Gürtelszwischen der Kinderspitalgasse im Süden und der Lazarettgasse im Norden.

Die Station gehörte ursprünglich zur Gürtellinie der Wiener Dampfstadtbahn und wurde 1898 zum ersten Mal eröffnet. 1918 wurde sie geschlossen und 1925 als Teil der neuen Wiener Elektrischen Stadtbahnwiedereröffnet. Außer den reinen Stadtbahnlinien bediente von 1925 bis 1945 auch die kombinierte Straßen- und Stadtbahnlinie 18G die Station. 1989 erfolgte die Betriebsaufnahme der U6. Das Gebäude wird ost- und westseitig durch die für den Otto-Wagner-Stadtbahnstil typischen grünlackierten Pendeltüren betreten. Von der Aufnahmehalle führen Stiegenanlagen zu den Bahnsteigen. Ein barrierefreier Zugang mittels Aufzügen besteht über den Zugang Äußerer Hernalser Gürtel.[1] Es besteht die Möglichkeit, zu der Straßenbahnlinie 43 in Richtung Neuwaldegg bzw. Schottentor und nicht unweit zur Linie 44 in Richtung Schottentor bzw. Dornbach umzusteigen. In der Umgebung befindet sich das St. Anna Kinderkrankenhaus und die Ausgehmeile entlang des westlichen Gürtels mit zahlreichen Lokalen.

2014 wurde der westliche Teil der Station einer umfassenden, mehrmonatigen Sanierung unterzogen, weshalb in Fahrtrichtung Siebenhirten keine Züge hielten. Der Bahnsteig in Fahrtrichtung Floridsdorf folgte im Jahr darauf.[2]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahn-Station_Alser_Stra%C3%9Fe

Friedrichstraße 12, 1. Bezirk: Wien Innere Stadt

Die Secession

Secession (1Friedrichstraße 12 [ursprünglich entsprach dies der Adresse Linke Wienzeile 2])

Über die Geschichte der Secession (Gebäudes)

Ausstellungsgebäude der Künstlervereinigung „Secession„. Die erste Ausstellung der Secessionisten fand am 25. März 1898 noch im Gartenbaugebäude statt. Bereits 1897/1898 konnte die Secession nach Plänen von Josef Maria Olbrich ihr eigenes Ausstellungsgebäude errichten. Am 15. November 1898 fand die Eröffnung statt. Die Baukosten wurden von Kunstfreunden aufgebracht. Über der viereckigen Tornische (darüber die Inschrift „Der Zeit ihre Kunst – der Kunst ihre Freiheit“ von Ludwig Hevesi) erhebt sich die Kuppel, eine Lorbeerlaube aus vergoldetem Eisen (im Volksmund alsbald „goldenes Krauthappl“ genannt). In der Vorhalle befanden sich vergoldete Stuckreliefs von Adolf Böhm. An der Rückseite des Gebäudes war anfänglich ein später beseitigter Fries Kolo Mosers („Kranzträgerinnen“) angebracht. Den Beethovenfries schuf Gustav Klimt 1902 für die XIV. Secessionsausstellung (1975-1985 nach Ankauf durch die Republik Österreich restauriert). An der Ostseite des Gebäudes steht in einer kleinen Anlage die Marc-Anton-Gruppe von Artur Strasser.

Zu Beginn des ersten Weltkrieges musste die Ausstellungstätigkeit der Secession nach der XLVII. Ausstellung unterbrochen werden. Wie viele andere öffentliche Gebäude wurde auch die Sezession als Lazarett und Krankenlager benötigt. Dazu wurde dem Verein Sezession die „Allerhöchste Genehmigung“ zur Einrichtung des „Reservespitals des Roten Kreuzes Sezession“ erteilt. Das gesamte Areal wurde mit Holzplanken umfriedet. Im September 1917 wurde das Spital geschlossen und der Ausstellungsbetrieb mit der XLVIII. Ausstellung der Secession erneut begonnen.

Deutsches Reich: 1939 fordert die „Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erfordernisse“ die Gemeinde Wien auf, das Haus als Getreidespeicher zur Verfügung zu stellen und an einen Großhändler zu vermieten. In weiterer Folge wurde der Keller von der Deutschen Wehrmacht den Saurerwerken überlassen, die diese als Reifenlager nutzten. 1945 schlugen drei Bomben hinter dem Gebäude ein, wodurch das gesamte Glasdach zerstört wurde. Die deutsche Wehrmacht setzte bei ihrem Abzug den Keller in Brand, damit das Reifenlager nicht in die Hände des Feindes fällt. Die Hitze des Feuers vernichtet edas Gebäude bis auf die Grundmauern. Die eiserne Dachkonstruktion verformte sich durch die Brandhitze und fiel in sich zusammen. 1945 wurde die Secession zudem geplündert.

Bald nach Kriegsende begann der Wiederaufbau (im Inneren nach Plänen von Josef Hoffmann) und (zunächst provisorisch) der Ausstellungsbetrieb. Der gründlich renovierte Bau wurde schließlich am 5. Juni 1964 mit der großen Ausstellung „Wien um 1900″ wiedereröffnet. 1985 wurde die Secession generalsaniert (Eröffnung im Jänner 1986 mit der Ausstellung „Weltbilder – sieben Hinweise“). Die Gestaltung der Inneneinrichtung wurde von Mitgliedern der Secession konzipiert.

Über die Geschichte der Seceasion (Institution)

 

Die Gründung der “ Vereinigung bildender Künstler Österreichs Seccession erfolgte anlässlich des Auftritts von Genossenschaftsmitglieder Generalversammlung auf einer Außerordentlichen Generalversammlung des Künstlerhauses am 22. Mai 1897. Nachdem die „Jungen“ bei einer Wahlversammlung der Künstlergenossenschaft unterlegen waren (1896), besprach sich Josef Anton Engelhart mit Carl Moll und Gustav Klimt. Am 27. März 1897 berichtete Ludwig Hevesivon einer „Vereinigung bildender Künstler Österreichs – Wiener Secession“. Sie wandten sich dezidiert gegen die herrschende Tendenz des Historismus und verlangten neue ästhetische, dem modernen Leben adäquate Ausdrucksformen. Am 3. April meldete Klimt dem Künstlerhaus die Gründung. Nach der turbulenten außerordentlichen Generalversammlung des Künstlerhauses (22. Mai) teilte Klimt am 24. Mai schriftlichen den Austritt mit (Josef Anton EngelhartCarl MollKolo MoserErnst StöhrJosef Maria OlbrichWilhelm Bernatzik, später noch Rudolf BacherMax Kurzweil und Rudolf Jettmar, zuletzt [am 11. Oktober 1899] Otto Wagner). Den Ehrenvorsitz übernahm Rudolf von Alt. Am 21. Juni fand die erste Generalversammlung der Secession statt, in der man Klimt, Josef Hoffmann und Moll zu Ausstellungsverantwortlichen bestimmte und zudem die Herausgabe einer eigenen Zeitschrift „Ver sacrum“ beschloss. Die erste Ausstellung der Secessionisten fand am 25. März 1898 noch im Gartenbaugebäude statt. Bereits 1897/1898 konnte die Secession nach Plänen von Josef Maria Olbrich ihr eigenes Ausstellungsgebäudeerrichten, das mit der markanten goldenen Kuppel zu einem Schlüsselbau der Moderne werden sollte. Am 15. November 1898 fand die Eröffnung statt.

Klimt, der 1898-1903 die Illustrationen für die Zeitschrift lieferte und 1903 in der Secession seine erste Kollektivausstellung zeigte (Eröffnung am 14. November 1903), wurde zum Wortführer und ersten Präsidenten gewählt. Die Vereinigung der Secession sollte ursprünglich nur zehn Jahre bestehen. Nach der Gründung der Wiener Werkstätte am 1. Mai 1903 durch Hoffmann, Moser und Fritz Wärndorfer löste vor allem die Gestaltung der Weltausstellung in St. Louis (1904) Differenzen in der Secession aus. Um diese gescheiterte Ausstellung kam es innerhalb der Vereinigung zu heftigen Gegnerschaften. Im Zuge einer Abstimmung über die Zukunft der Galerie Miethke löste sich schließlich 1905 die „Klimt-Gruppe“ (unter anderem Moser, Wilhelm List und Wagner) aus Protest gegen den „naturalistischen Flügel“ (dem unter anderem Engelhart angehörte) aus dem Verband der Secession, worauf diese rasch an Bedeutung verlor. Bis zur Präsentation der Werke Egon Schieles und einiger Künstler der jüngeren Generation (1918) fehlte es an bedeutenden Ereignissen. In den zwanziger und dreißiger Jahren fanden erstmals wieder Ausstellungen der Kunst des Auslands in der Secession statt (1921 Münchner Secession).

Die Nationalsozialisten erwogen 1938, das Secessionsgebäude der Akademie der bildenden Künsteals Ausstellungshalle zu überlassen, doch kam es zu keiner Einigung. Im Herbst 1939 forderte das städtische Kulturamt die Auflösung aller Künstlervereinigungen in Groß-Wien und den Zusammenschluss zu einer Vereinigung der bildenden Künstler Wiens, der ein einziger Leiter vorstehen sollte. Ebenso sollte der gesamte Besitz der bestehenden Vereinigungen in die Verwaltung einer einzigen Leitung (Künstlerhaus) übergeben werden. In der letzten Vollversammlung am 10. November 1939 wurde von den Mitgliedern dem Fusionierungsvorschlag zugestimmt, worauf die Landesleitung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei Christian Ludwig Martin, Oswald Roux und Josef Hoffmann zu Liquidatoren ernannte. Am 18. Dezember 1939 fand im Künstlerhaus eine Feier aus Anlass der Vereinigung statt. Nach Kriegsende gründete man im Mai 1945 in Wien die Berufsvereinigung bildender Künstler Österreichs. Mit Bescheid vom 31. Oktober 1945 wurde die Secession unter der Bezeichnung „Vereinigung bildender Künstler Wiener Secession“ neu gegründet (konstituierende Generalversammlung am 7. Dezember 1945, Wahl Oskar Kokoschkas zum Ehrenmitglied). Die erste Ausstellung fand im April/Mai 1946 statt. Im Ausstellungsprogramm der beiden folgenden Jahrzehnte waren alle wesentlichen Tendenzen der österreichischen Kunst vertreten (so fand beispielsweise 1950 die erste große Ausstellung des Art-Club in der Secession statt). Hans Staudacher veranstaltete 1961 das Versteckspiel „Who is Who“, eine Ausstellung, in der zahlreiche junge Leute erstmals auftraten (wie etwa später reüssierende Aktionisten). Auch an die Tradition der Künstlerfeste wurde wieder angeknüpft.

Siehe auch

Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession

Literatur

  • Friedrich Achleitner: Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert. Ein Führer. Band 3/1: Wien. 1. – 12. Bezirk. Salzburg: Residenz-Verlag 1990, S. 28 ff.
  • Felix Czeike: Wien. Innere Stadt. Kunst- und Kulturführer. Wien: Jugend und Volk [u.a.] 1993, S. 65 f.
  • Sabine Forsthuher: Die Wiener Secession. Das Ausstellungshaus und die Vereinigung bildender Künstler. Wien: Wiener Secession 1988
  • Gustav Gugitz: Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien. Hg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien. Band 3: Allgemeine und besondere Topographie von Wien. Wien: Jugend & Volk 1956, S. 424
  • Ferdinand Kitt: Die Restaurierung des Gebäudes der „Secession“. In: Der Aufbau 19 (1964), S. 165-171
  • Justus Schmidt / Hans Tietze: Dehio Wien. Wien: A. Schroll 1954 (Bundesdenkmalamt: Die Kunstdenkmäler Österreichs), S. 80
  • Ottokar Uhl: Moderne Architektur in Wien von Otto Wagner bis heute. Wien [u.a.]: Schroll 1966, S. 21, S. 28, S. 117
  • Rolf M. Urrisk-Obertyński: Wien – 2000 Jahre Garnisonsstadt, Band 3 Innere Stadt, Weishaupt-Verlag, Graz 2012, S.
  • Quelle :https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Secession_(Geb%C3%A4ude)
  • Quelle 2 : https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Secession_(Institution)